Biberfamilie in Bad Hersfeld an der Fulda

Auch in 2018 hat die Biberfamilie im Revier zwischen B-27-Brücke und Tierheim Nachwuchs, allerdings diesmal nur ein Jungtier. Die Familie besteht somit aus sechs Bibern, da alle drei in 2017 geborenen Jungtiere noch bei der Familie sind. Die Biberburg ist weiter gewachsen und wurde nach dem Frühjahrshochwasser nochmal um ca. 1,5 m über die Inselkrone angehoben, damit der Wohnkessel (ausgepolstert mit Holzspänen) immer im Trockenen liegt. 

Von Mai bis September konnten wir während unserer Livebeobachtungen morgens und abends bzw. mit der Wildkamera einige schöne Fotos und Videos aufnehmen.

Die Niedrigwasserzeit im Sommer und Herbst sowie die heißen Wochen haben die Biber gut überstanden. Da die Burg in der Nachmittagssonne liegt, sind sie in einen ca. 150 m entfernten kühleren Erdbau umgezogen. Biber fühlen sich am wohlsten bei Bauinnentemperaturen von 2° bis 8° C. Die Biber haben im Kreis Hersfeld-Rotenburg die gesamte Fulda und Teile der Haune und Werra besiedelt und die Jungtiere, die die Familie im Alter von zwei bis drei Jahren verlassen müssen, wandern nun in die kleineren Wasserläufe der Bäche wie Meckbach, Rohrbach, Aula, Jossa, Solz usw. aus. Da die Wasserhöhe (Biber brauchen mindestens ca. 70 cm) dort meistens nicht ausreicht, bauen sie Dämme und stauen an. Im Staubereich kann es zu Wasseraustritten und Überflutungen der angrenzenden Flächen kommen. Somit ergibt sich für uns Menschen eine neue Aufgabe/Herausforderung für das Leben mit dem Biber, der schon lange vor dem Menschen die Flusstäler und Auen in Mitteleuropa besiedelt hat.

Autor: Klaus Hentschel

Fotos & Videos: Klaus Hentschel

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